Geht das nur mir so?

Geht das nur mir so, oder ist das bei euch auch so, dass ihr euch beim durchscrollen des Instagram Feeds vorkommt wie der letzte Hack?

Alle sind sie unterwegs, machen die tollsten Bilder der tollsten Menschen mit den tollsten Posen an den tollsten Ecken der Welt.

Toll.

Und ich sitz hier, am Arsch der Welt (na ja, nicht ganz, aber es gibt einen Aussichtsturm, von da kannst du ihn anschauen), gerade mal genug Geld um mit dem Auto nach Holland zu fahren, geschweige denn von wegen Model, Make- up, Props, usw.
Jedenfalls nicht öfters….

Ganz zu schweigen davon, dass ich mein Alltag voll mit Arbeit, Familie und drumrum habe (und sein wir mal ehrlich, ich bin dankbar für alles, und dass ich auch weiter Gesund bin – Erste Welt Wehwehchen…), so dass mir anschließend meist die Energie fehlt, mich um Model, Props, etc zu kümmern und dann noch zu shooten.

Wie machen die denn eigentlich das alles??

Eigentlich gar nicht! Entweder es sind berufsmäßige Fotografen, die sind immer auf Achse und wären froh, wenn sie jeden Tag um 5 daheim sein dürften, oder, wenn man den Instafeed mal genauer anschaut, es sind nicht immer die selben, die jeden Tag ein neues aufregendes Bild posten. Sondern es treibt immer das Highlight- Gemenge einer ganzen Masse von Fotografen an die Instagram- Oberfläche, und wenn die dann noch die Outtakes aus ihren Archiven mit dabei packen, werde ich in Super Bildern von Super Locations geradezu ertränkt.

Dann gibt es aber auch noch Fotografen, die mir Demut beibringen: Z. B. Sean Archer, der mit einfachster Ausrüstung, Fensterlicht und unendlich viel Talent (ach was: noch mehr harter Arbeit..) die absoluten Überfliegerbilder raushaut.

Also verkaufe ich doch meine Kamera und spiele Mundharmonika. 🙂